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Oggau am Neusiedlersee
 

Oggau am Neusiedler See …

Die älteste Rotweingemeinde Österreichs. Oggau liegt am Osthang des Ruster Hügellandes und darf sich aufgrund eines Grabfundes als älteste Rotweingemeinde Österreichs bezeichnen. In einem spätrömischen Grab des 4. Jahrhunderts fand man in einer braunglasierten tönernen Fußschale einen rotbraunen, glasigen Belag – Rotweinstein.

Die Heiligenkreuzer Mönche brachten den Weinbau im 13. Jahrhundert zur Blüte,im Jahr 1570 betrug die Weinbaufläche am Oggauer Hotter (gesamtes Gemeindegebiet) rund 69 ha.

Die Ausfuhr von Wein war stark von der jeweiligen politischen Zugehörigkeit des Ortes
abhängig.  Im Laufe der Kuruzzeneinfälle zu Beginn des 18. Jahrhunderts kam der Weinbau im Ort fast zum Erliegen. Anfang des 19. Jahrhunderts erholte sich der Weinbau, es wurden größere Flächen vor allem mit Rotweinsorten bepflanzt, die rasch Bekanntheit erlangten. Mitte des 19. Jahrhunderts geriet der Weinbau jedoch durch eingeschleppte Pilzkrankheiten und durch das Eindringen der Reblaus (um 1875) in große existentielle Schwierigkeiten. Nach der Jahrhundertwende wurden die Weingärten neu angelegt und besonders Augenmerk auf die Schulung und Weiterbildung der Weinbauern gelegt. 1930 (Paris) und 1932 (London) erlangte der Oggauer Andreas Kern jeweils mit einem Blaufränkisch den “Grand Prix” und machte den Weinort Oggau weit über die Grenzen hinaus berühmt.

Heute beträgt die Weinbaufläche in Oggau ca. 200 ha. Mitten im alten, hügeligen Weinbaugebiet von Oggau wurde ein 2 km langer Weinlehrpfad angelegt, der einen Überblick über den Weinbau und auf der Anhöhe einen herrlichen Ausblick über das Weinbaugebiet und den Neusiedler See bietet.